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23.9.2017  VORSCHAU: Erneut das Duell Schweiz-Deutschland im grossen Gipfeltreffen im Jockey Club

(pd) Am letzten von vier Renntagen der Saison 2017 im Zürcher Unterland steht mit dem „42. Grand Prix Land Rover Jockey Club“ das wichtigste Flachrennen auf Gras der gesamten Schweizer Galopp-Saison für Dreijährige und ältere Vollblüter auf dem Programm. Vier starke Galopper aus Deutschland, einer davon mit „Champions League-Erfahrung“, testen auf der Parkrennbahn in Zürich-Dielsdorf die Schweizer Elite.




Das mit 100'000 Franken dotierte und mit elf Startern hochkarätig besetzte Rennen um den „42. Grand Prix Land Rover – Jockey Club“ stellt am kommenden Sonntag zum Dielsdorfer Saisonfinale den alles überstrahlenden, ultimativen Höhepunkt dar. Die Schweizer Galopp-Elite bekommt dabei vier echte Prüfsteine aus Deutschland vorgesetzt, von denen einer mehrmals auf Gruppe-Ebene, in der „Champions League“ der Galopper, im Einsatz war.

Vier deutsche Gäste und eine Top-Rennreiterin aus England

Vor einem Jahr hatte es im Kampf um die 100‘000 Franken Preisgeld ein Duell zwischen dem aus Deutschland angereisten Girolamo und dem vor Ort in Dielsdorf trainierten Hectomare gegeben – mit dem besseren Ende für den von Peter Schiergen trainierten Girolamo mit Sohnemann Dennis im Sattel. Dieses Jahr schickt der 52-Jährige Trainer gleich zwei seiner Schützlinge auf die Reise von Köln ins Zürcher Unterland. Der ehemalige Spitzen-Jockey ist am Sonntag mit den beiden vierjährigen Hengsten Nimrod und Samurai vertreten, die beide gut genug sind, um vorne mitzureden. Samurai hat Dennis Schiergen als Partner und damit den einzigen Reiter im Feld, der den Grand Prix Land Rover – Jockey Club bereits gewinnen konnte. Im Sattel von Nimrod sitzt erstmals die Engländerin Josephine Gordon, eine erst 24-jährige Rennreiterin, die auf der Insel bereits für Furore gesorgt hat und extra für die Rennen in Dielsdorf eingeflogen wird. Über 70 Siege, auch auf Gruppe-Ebene für die Flotte der Scheichs von Dubai, hatte Gordon letztes Jahr erzielt, war „Lehrling des Jahres“ und erhielt den Titel „Lady Jockey of the Year“. In England, dem grossen Rennsportland, kommt dies in etwa einem Ritterschlag gleich.

Noch mehr Klasse als die beiden Schiergen-Schützlinge, die am Sonntag erstmals für den Stall Beliar von Trainer-Champion Miro Weiss antreten, bringt der von Christian Freiherr von der Recke vorbereitete Shadow Sadness mit. Fünf Mal lief er in sogenannten Gruppe-Rennen, der höchsten Kategorie im Pferderennsport. Auf Gruppe-III-Ebene hat er gewonnen, zuletzt war er am vergangenen Sonntag in einer solchen Prüfung guter Fünfter. Die Frage ist, ob es der Fünfjährige am Sonntag schafft, die sieglose Durststrecke seit Juli 2016 zu durchbrechen. In Avenches lief Shadow Sadness Ende Juli auf Rang vier, wobei er hinter zwei Gegnern vom nächsten Sonntag ins Ziel kam: Der überraschende deutsche Gast Sweet Thomas belegte dort Rang zwei und der von Karin Suter-Weber für Maya Suter im Horse Park Zürich-Dielsdorf trainierte Clouds at Night holte sich sensationell den dritten Platz. Beide sind auch am Sonntag zu beachten. Im Sattel von Clouds at Night sitzt (beziehungsweise steht) erstmals Tim Bürgin, der just am Sonntag seinen 24. Geburtstag feiert.

Intakte Chancen für die Einheimischen

Und die Schweizer? Die haben trotz der Präsenz der starken Gäste intakte Chancen auf einen Heimsieg. Angeführt wird die Schweizer Elite neben dem bereits erwähnten Clouds at Night von Le Colonel und Nightdance Paolo, die beide vor Ort in Dielsdorf von Andreas Schärer trainiert werden und im Besitz des Ehepaares Kräuliger stehen. Le Colonel hat in der Schweiz sieben seiner 24 Rennen gewonnen, drei davon dieses Jahr. Er und sein Jockey Clément Lheureux könnten nun reif sein für den grossen Sieg, nachdem sie vor 12 Monaten nicht weit geschlagen Dritte waren. Im Vorbereitungsrennen belegte Le Colonel Rang zwei – hinter seinem doppelt so alten Stallgefährten Nightdance Paolo, der auch mit 10 Jahren nach wie vor zur Schweizer Galopp-Elite zählt. Der grosse Dielsdorf-Spezialist (16 Starts auf dieser Bahn, 8 Siege und 5 Plätze) strebt in dieser Form mit Karin Zwahlen ebenfalls den sieg an.

Aussenseiter-Chancen haben der in den letzten Monaten gross gesteigerte Muhtagal, die beiden von Champion-Trainer Miro Weiss an den Start gebrachten Wayway und Strade Kirk sowie der einst hochklassige Runaway, neben Nightdance Paolo der zweite Senior im Feld.

Stehen die Hengste im 36. St. Leger über die Marathon-Distanz den Stuten vor der Sonne?

Hochspannung herrscht auch vor dem „36. St. Leger - St. Leger Club of Lucerne“, dem letzten klassischen Rennen der dreijährigen Vollblüter. Der wie Jockey Club-Sieganwärter Le Colonel vor Ort von Andreas Schärer für Anton und Verena Kräuliger trainierte Cornwall Cottage ist aufgrund seiner letzten Leistungen zu favorisieren. Gefordert wird er vom konstant nach vorne laufenden Puelo, einem weiteren Hengst. Trainiert wird der Vertreter der Ecurie Narbonne von Guy Raveneau in Avenches. Auf dem Papier deutet vieles auf ein Duell der beiden hin. Doch insbesondere die beiden Stuten Sweet Soul Music und Frenzzy könnten dem vermeintlich stärkeren Geschlecht gefährlich werden. Zumal die Distanz von 3000 Metern für alle Kandidaten Neuland ist, so dass am Ende das Stehvermögen wichtiger sein könnte als die reine Klasse.

Mit sechs weiteren Flach- und Trabrennen, in welchen einige Stars der Szene zum Einsatz kommen, wird den Zuschauern am Gala-Renntag des Rennvereins Zürich ein vielseitiges Programm geboten. Das erste Rennen wird um 13.00 Uhr gestartet, die Gastwirtschaft verwöhnt kleine und grosse Gäste selbstverständlich schon früher.

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