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8.5.2017  RÜCKSCHAU: Blingless triumphiert im 102. Grossen Preis der Stadt Zürich

(pd - Bilder: K.Keller) Trotz wenig einladenden Wetterverhältnissen kamen 5200 Zuschauer zur Saisoneröffnung auf die Parkrennbahn Zürich-Dielsdorf und sahen ebenso spannenden wie hochstehenden Sport. Zum Glück blieb es grösstenteils trocken. 



Der „102. Grosse Preis der Stadt Zürich“, ein mit 30‘000 Franken dotiertes Jagdrennen über 4300 Meter, wurde für die sieben Pferde und Jockeys aufgrund der vom Regen aufgeweichten Hindernisbahn noch kräfteraubender. In einem Rennen, das die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen riss, kämpfte sich Duell um den Sieg der neunjährige Blingless um eine halbe Länge (12 Hundertstelsekunden) vor dem drei Jahre jüngeren Schimmel Billy Fly/Gaetan Masure ins Ziel. Der Favorit Bebel/Anthony Lecordier, der lange die Führungsarbeit geleistet hatte, folgte auf Rang drei.
 
Der Sieg von Blingless war gewissermassen die logische Folge. Denn vor einem Jahr hatte er in diesem Rennen Rang zwei belegt. Nun war der Vorjahressieger nicht mit dabei und der von seiner Besitzerin Claudia Schorno vor Ort in Dielsdorf trainierte, in Paris bis auf Gruppe-I-Ebene (Champions League gewissermassen) erfolgreich gelaufene Mitfavorit liess mit Julien Lemée im Sattel alle hinter sich.



Die einzige Stute im Feld dominiert im Grand Prix Priora 2000 Guineas

Über 1600 Meter führten die unter dem Patronat von Priora stehenden „2000 Guineas“, das zweite klassische Rennen der Saison 2017 für Dreijährige. 20‘000 Franken Preisgeld stand bereit. Sailana schickte sich an, gegen sechs Vertreter des vermeintlich starken Geschlechts den Sieg davonzutragen. Und die von Christina Bucher in Avenches für ihre Züchter Sandra Lony und Geri Moser aus Würenlos trainierte Favoritin schaffte tatsächlich das Kunststück, von der Spitze aus mit dem deutschen Jockey Maxim Pecheur zu gewinnen – als erst zweite Stute in der Geschichte dieses Rennens seit Dulcikalle 1993. Auf den Ehrenplätzen folgten mit sieben und neun Längen Rückstand die Hengste Cornwall Cottage/Clément Lheureux und Puelo/Ronan Thomas.



Grosse Sieger auch in den beiden Flach-Gipfeltreffen für Steher und Meiler

Mit je 15‘000 Franken waren die Rennen für die Flach-Elite dotiert. Bei den Stehern, die im „Grossen Preis des Rennvereins Zürich“ antraten, liess mussten sich die Favoriten von einem grossen Aussenseiter die Butter vom Brot nehmen lassen. Andrea Kretschmers Hürdler Vaihau aus dem Quartier von Hansjörg Speck gewann zur Siegquote von 24:1 (will heissen für 10 Franken Einsatz bekamen seine Anhänger 240 Franken zurück) mit Nadia Burger im Sattel leicht vor Superba/Tim Bürgin und Fabrino/Milan Zatloukal.



Während der „Grosse Preis des Rennvereins Zürich“ über 2300 Meter gelaufen wurde und einiges an Stehvermögen verlangte, richtete sich der „Grosse Preis der Sigma Cameras + Lenses“ an die Meiler. Hier kämpfte der Vorjahressieger Filou/Raphael Lingg von der Spitze aus um die Titelverteidigung – lange schien er es zu schaffen, doch am Ende schnappte ihm Take a Guess mit Tim Bürgin den Sieg noch weg. Der 23-Jährige erzielte mit Makogai noch einen zweiten Tagessieg, womit er sich nun offiziell „Jockey“ nennen darf.
 
Tiefe Bahn, ansprechender Wettumsatz und ein unfallfreier Renntag

Trotz den starken Niederschlägen in den letzten Tagen präsentierte sich die Rennbahn in einem sehr guten Zustand, was die Rennleitung explizit lobte. Der Renntag verlief unfallfrei und die rund 5200 Zuschauer setzten an den Wettschaltern 59‘170 Franken um. Letztes Jahr waren es 63‘000 Franken bei 6300 Zuschauern, wobei damals ein Rennen mehr ausgetragen wurde. Der Wettumsatz pro Rennen war heute demnach mit 7396 Franken gegenüber 7000 Franken letztes Jahr fast 6 % höher.

Der Rennverein Zürich darf mit dem Start in die Rennsaison 2017 mehr als zufrieden sein. Der frische Wind im Horse Park Zürich-Dielsdorf ist gut zu spüren. Der von Anton Kräuliger präsidierte Vorstand des Rennvereins Zürich organisiert seit diesem Jahr die Rennen wieder allein, ohne Unterstützung der inzwischen aufgelösten Green Turf Racing Association. Rennorganisation mit OK-Präsident Reto Vanoli an der Spitze.
 
«Die grösste Erleichterung ist für mich, dass die Rennen unfallfrei verlaufen sind. Zudem habe ich ganzen Tag sehr viel positives Feedback bekommen, sowohl von Zuschauern wie Aktiven. Man spürt, dass die Leute gerne nach Dielsdorf an die Rennen kommen», erklärte OK-Präsident und RVZ-Vorstandsmitglied Reto Vanoli, «wir sind mit Wettumsatz und Zuschauerzahl angesichts der unsicheren Wetterlage zufrieden und freuen uns auf die kommenden Renntage.»

Weitere Höhepunkte auf der Parkrennbahn Zürich-Dielsdorf folgen schon bald. Der nächste Renntag am Sonntag, 18. Juni 2017, ist der traditionelle Kids‘ Day, an welchem Kinder im Mittelpunkt stehen: Gratis-Eintritt und viele Attraktionen für die jüngsten Gäste machen den Kids‘ Day zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie. Auch am 22. August (Afterwork Race Day) und am 24. September (Jockey Club-Renntag) finden auf der Parkrennbahn im Zürcher Unterland Rennen statt.

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